A.L.E.P.H. Association Lilloise pour L'Étude de la Psychanalyse et de son Histoire

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Vienne (Autriche)

 

Sechs  Vorträge zu Geneviève Morels Buch 

Das Gesetz der Mutter (La loi de la mère)

   

=> Programm



Ort: Institut Français de Vienne, Währinger Straße 30, 1090 Wien

 

Beginn: 14:00 oder 15:00 Uhr. (s. Programm).

 

Dauer: ca. 3,5 Stunden.

 

Eintrittspreis: 20,00 € (Ermäßigungen für Studenten etc. an der Tageskasse möglich)

 

Einschreibung: Die Anmeldung ist wünschenswert unter:

perez-valverde@utanet.at

 

Nähere Informationen bei: Marta Pérez Valverde, perez-valverde@utanet.at

Tel.: 01 / 512 71 77


 

Büchertisch: wird noch bekannt gegeben.

   

Geneviève Morels Buch Das Gesetz der Mutter (Paris, 2008) hat in Frankreich, aber auch im deutschen Sprachraum, eine bemerkenswerte Anzahl anspruchsvoller Leser gefunden. Sie erkennen in ihm einen Durchbruch in der Theorie und in der Klinik der Psychoanalyse. Er geht von einer gründlichen und werktreuen Lektüre der späten Schriften und Seminare Jacques Lacans aus. Die Autorin erklärt dessen oft schwierige Begriffe, Argumente und topologische Figuren, Ein reiches klinisches Material zeigt, dass dieser Zugang der Analytikerin bei ihrer Arbeit im Unbewussten schöpferisch geholfen hat.

 

Als Lacan im Jahre 1958 seine Vatermetapher niederschrieb, gab er dem Vater die Funktion, das Begehren der Mutter seinem Kind gegenüber zu deuten, also die Dunkelheit dieses Begehrens dem Kind zu erhellen.  Der Vater war somit der Garant gegen die Gefahr, dass  die Mutter ihr Kind mit allen ihren unerfüllten Wünschen besetzte, und es damit bis zum Wahnsinn überforderte. Traten bei dem Kind trotzdem Symptome hervor, so galt der Vater eben als schwach, abwesend, impotent oder gedemütigt. Funktionierte er gar nicht, so nahm man an, dass das junge Subjekt den Name-des-Vaters verworfen hatte, eine Verwerfung, welche seine Psychose zur Folge hatte. Der Vater war also der Repräsentant des  Gesetzes und was von seinem Gesetz abwich, musste zu einem mehr oder weniger schweren Symptom führen. Von dieser vom Vater dominierten Sicht nahm  Lacan schon bald Abstand. Seine Erfindung des Objekts a, dessen Vorläufern die Teilobjekte Abrahams, Kleins und das Übergangsobjekt Winnicotts sind, weisen den Phallozentrismus der Vatermetapher in die Schranken. Die Stimme ist eines dieser neuen Objekte; und die erste Stimme, die ein Kind hört, kommt ja meist von der Mutter.

 

Geneviève Morel geht nun aber von einer  noch späteren Epoche in Lacans Theorienbildung aus, jener der Jahre 1973 bis 1978. Sie vergisst aber keineswegs die Lehre der Fünfziger-Jahre. Im Gegenteil, sie zeigt, wie fruchtbar diese bleibt, wenn man die Neuerungen der Siebziger-Jahre ernst nimmt. Was ändern diese in Geneviève Morels Darstellung ?

 

Die Vatermetapher verspricht eine perfekte Übersetzung der für das Kind ziemlich rätselhaften Sprache der Mutter, die aus den Zeichen ihrer An- und Abwesenheit, ihrem « fort/da », besteht, in eine für das Kind sinnvolle  Kommunikation. Sofern der Vater seine Funktion erfüllt, bringt er die Mutter dazu, dem Kind anzuzeigen, was sie will : den Phallus des Vaters und nicht das Kind als Phallus.

 

Geneviève Morel weist nun darauf hin, dass eine Mutter viel mehr tut, als nur für das Kind fort- und da zu sein, um ihm damit zu verstehen zu geben,  dass sie auch einen Mann hat, den sie liebt. Worin besteht dieses ‘mehr’? 

 

Sie spricht mit ihrem Kind ab seiner Geburt, das heißt bevor es noch ihre Sprache  verstehen kann ; sie sagt ihm sogar viel Krudes, was aus der symbolischen Ordnung des Namens-des-Vaters herausfällt. Sie lässt ihr Kind an ihrem Genießen teilhaben, ohne dass man sagen könnte, sie übertrete damit das Inzestverbot. Diese oft unbewusste Einweihung des Kindes in das Genießen  verläuft nicht nur über die Kindespflege sondern auch über das mütterliche Lallen und Sprechen,  das manchmal sehr sinnliche Formen annimmt. Die mütterlichen Äußerungen überfluten das Kind, reizen es, ohne dass der Vater es gegen diese sprachlichen Reize abschirmen könnte. Zusätzlich enthält das mütterliche Sprechen, wie jedes andere auch, Zweideutigkeiten, die das Kind für sein ganzes Leben prägen werden, weil ihm diese Äquivoke
bei ihren ersten Äußerungen völlig unverständlich blieben.

 

Wenn sich erweisen lässt, dass diese Zweideutigkeiten einen direkten Einfluss auf das Leben des Subjekts und seine Sexualität (seine Objektwahl) ausüben, spricht Geneviève Morel, vom « Gesetz der Mutter ». Sie will mit diesem archaischen Gesetz jedoch keineswegs das symbolische Gesetz ersetzen.

 

Selbst so große Kinderanalytiker wie Klein und Winnicott haben die klinischen Wirkungen dieser Einflössung von Mutters Sprache  nicht erfasst, denn sie beschränken die Aktion der Mutter auf  die Kundgebung ihrer Liebe und deren Versagung. (Bei Winnicott : die Funktionen der good enough mother)

 

Selbst wenn der Vater und seine Metapher voll zur Wirkung kommen, wird das Kind  mit einer Sprache zu tun haben, in der das Genießen der Mutter mitfliesst. Das heißt aber auch, dass jedes Subjekt von  Sprechweisen determiniert wird, in denen nicht nur ein Geschlecht und ein Diskurs vorherrschen. Die Ablösung des mütterlichen Begehrens durch eine scheinbar vom Vater gehaltene rationale Rede ist eine beruhigende theoretische Fiktion, die der Wirklichkeit fremd bleibt.

 

Um auf die zweideutigen Ausdrucksformen des mütterlichen Genießens Antwort zu finden, darf das Kind nicht allein auf die väterliche Norm vertrauen. Der diesen Sprachphänomen selbst unterworfene Vater kann das Gesetz nur vertreten, wenn er seinem Kind gegenüber als ein durch Liebe privilegiertes Symptom funktioniert. Das Kind kann sich von der Beherrschung durch die mütterliche Rede nicht einfach dadurch befreien, dass es dem Vater gehorcht und die Kastration akzeptiert. Im Laufe seines heranreifenden Lebens muss es zu dieser Befreiung selbst beitragen. Es wird im besten Fall etwas entwickeln, das Lacan mit einem mittelalterlichen Wort « Sinthom»  nennt. Dieses Gebilde hat es von den Folgen  der Überflutung durch das mütterliche Genießen schützen, indem es die zweideutigen sprachlichen Träger dieses Genießens zu seinem eigenen Gebrauch und Gunsten  verwandelt. Gelingt diese Metamorphose dem Subjekt nicht, so kann es sich an eine(n) Psychoanalytiker(in) wenden, damit der (oder die) ihm bei dieser schöpferischen Symptombildung hilfreich zur Seite stehe. 

 

Sechs Vorträge sollen nun zeigen, dass dieser theoretische und klinische Durchbruch Geneviève Morels von anderen Psychoanalytikern weiter vorangetrieben werden kann.

   

Programm und Vorträge:

 

5. Dezember 2009 – 15:00 Uhr     

 

Dr. Geneviève Morel – Psychoanalytikerin, Paris

 

„Die Verlängerungen des Symptoms“

   

Ich gehe von einer Stelle in Lacans Seminar Le Sinthome (“Das Sinthom”, 1975-1976) aus, wo er von der “Verlängerung des Symptoms” zwischen James Joyce und seiner Tochter Lucia spricht, um andere Arten der Weitergabe (des Symptoms) als die freudsche Identifizierung zu erforschen. Ich werde zuerst Passagen im Werk von Joyce darlegen, zum Beispiel seine Erzählung The Dead, um verschiedene Bedeutungen des Begriffs der Verlängerung genau zu erklären. Danach werde ich zeigen, wie fruchtbar er ist, um die Symptomweitergabe zwischen den Eltern und den Kindern neu zu denken. Dabei werde ich mich auf die Klinik unserer Zeit und auf die Literatur stützen. 

     

23. Jänner 2010 – 14:00 Uhr         

 

Franz Kaltenbeck – Psychoanalytiker, Paris

 

„Von der "dunklen Autorität" der Mutter“

   

In seinem Brief 112 vom 6. Dezember 1896 schreibt Freud zum hysterischen Anfall: “alles ist auf den Anderen berechnet, meist aber auf jenen prähistorischen unvergesslichen Anderen, den kein späterer mehr erreicht”. Lacan weist in “Subversion des Subjekts und Dialektik des Begehrens” auf die ersten Sprüche hin, die “dem realen anderen seine obskure Autorität verleihen”. Die Mutter kann den Platz dieses “unvergesslichen” oder “realen” Anderen einnehmen und das Leben ihres Kindes mit ihren aus unerfüllten Wünschen hervorgehenden Ansprüchen, aber auch mit  rätselhaften Reden schwer belasten. Das wollen wir an klinischen, literarischen und kriminologischen Beispielen zeigen.

     

20. März 2010 – 14:00 Uhr 

 

Dr. Gabrielle Devallet-Gimpel – Psychoanalytikerin, Toulouse

 

„Das Reale des Körpers am Ende der psychoanalytischen Kur.

 

Kann der Körper die Rolle eines trennenden Elements übernehmen?“

   

Welche Rolle spielt der Körper außer in Angstzuständen, Somatisations- oder Konversionssymptomen? Welche Stütze bildet er, wenn am Ende der psychoanalytischen Kur das Subjekt ohne  Einbindung in die Signifikantenkette auskommen muss, wenn das Subjekt an einem Signifikanten stehenbleibt, der nur auf Abwesenheit von Sinn hinweist? Angesichts dieser Sinnesleere, Bedeutungsleere, ist die Konsistenz des Symbolischen  geschwächt ( „abgenutzt bis auf die Kette“): der Körper kann die Furche des Realen ausheben.

   

Kann das Reale des Körpers, wenn das Fantasma am Ende der Kur an Konsistenz verliert ( die „psychische Realität“  bei Freud), eine Stütze für das Subjekt bilden? Kann ein psychosomatisches Phänomen  die verschiedenen Konsistenzen des Realen, Symbolischen und Imaginären  zusammenhalten  wie es vorher das Fantasma tat?

   

Wir werden zusätzlich zu „Das Gesetz der Mutter“ eine Arbeit von Jeanne Granon-Laffont heranziehen, die in diesem Zusammenhang von einer Verdoppelung der realen Konsistenz, von einem „zusätzlichen“ Realen spricht, das eine zusätzliche Verknotung im Borromäischen Knoten ermöglicht oder auch eine „Reparation“ im Sinne einer „Stellvertretung“ (suppléance). 

     

24. April 2010 – 14:00 Uhr

 

Regula Schindler – Psychoanalytikerin, Zürich

 

„Symbolische Mutter, realer Vater“

   

Ist die „symbolische Mutter“ ein Auslaufmodell? Diese frühe Setzung Lacans (1957/58 im Seminar IV „Relation d’ objet“) mag im späteren Werk nicht mehr als solche auftauchen, behält jedoch ihre Gültigkeit schon insofern, als sie die in manchen Kreisen stets noch virulente Zuordnung Vater =symbolischer Agent, Mutter = real/imaginäre Agentin, sprich „Krokodil“, verbietet.

   

Wir werden das Schema „Frustration/ Privation/ Kastration“, wo die Mutter als symbolische  Agentin der realen Frustration/Versagung auftaucht (Sem. IV, 6. 2.1957) als Vorläufer-Modell des Knotens R/S/I lesen, und das Schicksal dieser symbolischen Agentin, und ihres Kumpans, des „realen Vaters“, weiterverfolgen: im Spätwerk Lacans  (Sem. RSI, Le Sinthome), in ausgewählten literarischen Texten, in Fallbeispielen aus der Praxis.

   

19. Juni 2010 – 14:00 Uhr

 

Dr. Michael Meyer zum Wischen – Psychoanalytiker, Köln

 

„Mutter-Worte, Vater-Worte: Transformationen vom Symptom zum Sinthom in der Kur einer jungen Frau"

   

Im Spätwerk Lacans findet sich mit der Theoretisierung des Sinthoms ein neuer Zugang zum Symptom: dieses kann sich in einer analytischen Kur im Sinne einer schöpferischen Verknüpfung der drei Register des Realen, Symbolischen und Imaginären zum Sinthom transformieren. Am Beispiel einer klinischen Vignette soll entwickelt werden, daß für diesen Fall der Aspekte des Symptoms als Metapher und sein Zusammenhang mit dem Phantasma für eine Konzeptualisierung nicht ausreichen. Einer Lektüre des Buches "La loi de la mère" von Geneviève Morel folgend läßt sich demonstrieren, wie das Sinthom den Namen-des-Vaters auch bei einer neurotischen Patientin "überragt" und damit die symbolische Dimension relativiert, ohne daß dabei ihre Funktion vernachlässigt wird.

   

Marta Pérez Valverde – Psychoanalytikerin, Wien

 

«Wege aus dem Wahnsinn »

   

Es werden zwei Fälle mit psychotischer Struktur präsentiert. In einer ersten Vignette entwickelte sich das Sinthom erst im Laufe der Kur. Die zweite Falldarstellung zeigt, wie eine Patientin im Verlauf der Analyse ein Sinthom ausarbeiten konnte, mit dem sie bereits in die Praxis gekommen war.

 
 

Zu den Referenten:

 

Gabrielle Devallet-Gimpel, Psychiater und Psychoanalytikerin in Toulouse-Blagnac (Frankreich). Medizinstudium in Heidelberg und psychiatrische Ausbildung in Toulouse. Langjährige Teilnahme am Collège Clinique de Psychanalyse du Sud-Ouest (CCPSO, den Forum du Champ Lacanien zugeordnet), Mitglied der Assoziation de Psychanalyse Jacques Lacan und der Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse.

 

Franz Kaltenbeck, Psychoanalytiker in Paris und in Lille sowie in der Medizinisch-Psychologischen Abteilung der Haftanstalt Sequedin am Centre Hospitalier Régional Universitaire de Lille. Chefredakteur von „Savoirs et clinique. Revue de psychanalyse.“ Veröffentlichungen in psychoanalytischen und literarischen Zeitschriften. Autor von Reinhard Priessnitz. Der stille Rebell (Literaturverlag Droschl, Graz, Wien, 2006). Forschungs- und Lehrtätigkeit in der Klinik und der Theorie der Psychoanalyse sowie zur Literatur des 20. Jahrhunderts.

 

Michael Meyer zum Wischen, Dr. med., Psychoanalytiker, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Psychoanalytische Praxis in Köln. Mitglied des Collège de psychanalystes de l'ALEPH. Mitglied der Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse (AFP) und der Freud-Lacan Gesellschaft, Psychoanalytische Assoziation Berlin (FLG). Mitgründer des Psychoanalytischen Kollegs. Veröffentlichung von Arbeiten vor allem zu Fragen der Psychose im »Jahrbuch für Klinische Psychoanalyse«, der Reihe »Psychoanalyse« im transcript Verlag, den »arbeitshefte kinderpsychoanalyse« und im »Berliner Brief« der FLG. Besondere Interessen: Theorie und Praxis der Analyse bei Psychosen, Kunst und Psychoanalyse (vor allem verschiedene Arbeiten zu Marguerite Duras).

 

Geneviève Morel, Psychoanalytikerin in Lille und Paris, Doktor in klinischer Psychologie; letztes erschienenes Werk: »La loi de la mère. Essai sur le sinthome sexuel. Erès, 2008«. Lehre im Rahmen von »Savoirs et clinique«, Mitglied des Collège de psychanalystes (CP-Aleph).

 

Marta Pérez Valverde, Studium der Pädagogik, Psychologie und Philosophie. Seminare der Linguistik, Semantik und Semiologie bei Umberto Eco. (Italien). Klinische Psychologin. Psychoanalytikerin in Wien. Mitglied von ALEPH (Association lilloise pour l'étude de la psychanalyse et de son histoire).

 

Regula Schindler, lic. phil. I Anglistik/Germanistik,  psychoanalytische Praxis in Zürich seit 1970, Ausbildung am PSZ, 1989-91 in Paris, Mitglied der ALI, Ex-Präsidentin des Lacan Seminars Zürich, zahlreiche Vorträge und Artikel zu Praxis und Theorie der Psychoanalyse, und zu ihren Verbindungen mit Kunst, Literatur, Psychiatrie, unter anderem in RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse, Zürich.

 

Ein früher Artikel zu unserem Thema, basierend auf einem Vortrag in Bruxelles im Rahmen der ALI, ist in RISS Nr 17, Juni 1991, erschienen.

 
 

Literaturhinweise:

 

Die Literaturhinweise zu jedem Vortrag werden rechtzeitig im Voraus angekündigt.

 

Zum Vortrag vom 5. Dezember 2009: „Die Verlängerungen des Symptoms“ -

 

Dr. Geneviève Morel – Psychoanalytikerin, Paris

   

La loi de la mère". Essai sur le sinthome sexuel – Geneviève Morel. Ed. Economica - Anthropos, 2008.

 

„Das Symptom, das Phantasma und die Pathologien des Gesetzes" von Geneviève Morel im RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse 65/2007.1, Turia + Kant, Wien

 

„Das sexuelle Sinthom“ von Geneviève Morel im RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse, Heft 61 (2004/III), Turia + Kant, Wien


Sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe KollegInnen!

Liebe TeilnehmerInnen!


Wir wiederholen die Einladung zum nächsten Vortrag und Empfang:


Thema: "Die Verlängerungen des Symptoms",

von Dr.in Geneviève Morel - Psychoanalytikerin, Paris,

am 5. Dezember 2009 - 15:00 h (Dauer 3,5 h),

Ort: Institut Francais de Vienne, Währinger Str. 30, 1090 Wien


Info:

"Ich gehe von einer Stelle in Lacans Seminar Le Sinthome ("Das Sinthom", 1975-1976) aus, wo er von der "Verlängerung des Symptoms" zwischen James Joyce und seiner Tochter Lucia spricht, um andere Arten der Weitergabe (des Synthoms) als die freudsche Identifizierung zu erforschen. Ich werde zuerst Passagen im Werk von Joyce darlegen, zum Beispiel seine Erzählung The Dead, um verschiedene Bedeutungen des Begriffs der Verlängerung genau zu erklären. Danach werde ich zeigen, wie fruchtbar er ist, um die Symptomweitergabe zwischen den Eltern und den Kindern neu zu denken. Dabei werde ich mich auf die Klinik unserer Zeit und auf die Literatur stützen."


Im Anschluß an den Vortrag laden wir Sie zu einem Empfang mit Dr.in Geneviève Morel ein, wo Sie die Gelegenheit haben werden, mit ihr persönlich zu sprechen. U.A.w.g.!


Mit freundlichen Grüßen


Marta Perez Valverde

Singerstr. 11a / Top 6

1010 Wien

Tel.: +43 (1) 512 71 77

Fax: +43 (1) 512 71 77

@: marta.perez.valverde@gmail.com


 
Dernière modification : 22/11/2009